Persönliches Resümee und ein Ausblick - von Timon Schilling

Zwei Jahre „Manege der Kulturen“ liegen hinter mir, hinter uns. Am Anfang ging es nur darum, die Kinder erst einmal aufzufangen. Sie waren froh über Abwechslung, wir freuten uns über ihr Lachen.

Die Arbeit der letzten zwei Jahre war geprägt von erlebnispädagogischen Elementen. So lag der Fokus zunächst darauf mit den Kindern das soziale Miteinander in einer Gruppe zu erlernen. Wir haben viel Aufmerksamkeit auf den Umgang miteinander innerhalb der Gruppe gelegt und konnten damit einige Erfolge erzielen. Das Zirkustraining war zunächst das Mittel zum Zweck, die geflüchteten Kinder hier ankommen zu lassen und die Integration zu erleichtern. So stellte sich zum Beispiel relativ schnell heraus, dass wir erst in kleinen Gruppen bestimmte sozialen Regeln lernen mussten, bevor wir in großen Gruppen arbeiten konnten. 

Diese integrierende Arbeit ist uns immer noch ein großes Anliegen. Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an welchem wir das Gefühl haben, vom Ankommen und Auffangen zu einer wirklichen Integrationsarbeit zu kommen. Das bedeutet, dass wir unsere Projekte jetzt für eine größere Zielgruppe öffnen und auch Kinder aus den jeweiligen Orten mit in das Projekt einbinden wollen. 

Die ersten Schritte in diese Richtung sind schon getan: In Weilimdorf werden wir eine Zirkus-AG gründen und diese an den Schulen bewerben. So soll ein wirklich integratives Arbeiten ermöglicht werden: Die geflüchteten Kinder machen gemeinsam mit den deutschen Kindern Zirkus. Der Fokus bleibt noch auf der ursprünglichen Zielgruppe, auf diese Kinder schauen wir besonders. 

In Degerloch werden wir die vorhandenen Strukturen des Jugendhaus-Zirkus stärker nutzen, um so die Gruppe ebenfalls zu erweitern. 

Auch das Vielplatz Ad-hoc Projekt werden wir weiterentwickeln. Weiterhin werden wir in den Frühjahrs- und Sommermonaten einmal in der Woche mit unserem Zirkusmobil am Vielplatz vorbeikommen, um den Kindern weitere Möglichkeiten zum Zirkus-Spielen zu geben.

Außerdem planen wir, den Vielplatz einmal im Monat mit der Zirkuscommunity in Stuttgart zu bespielen. So wollen wir auch die älteren Jugendlichen und Erwachsenen aus den Einrichtungen ansprechen und die Stuttgarter Artisten mit den Jugendlichen und Erwachsenen zusammenbringen. Der Vielplatz wird so zum öffentlichen Treffpunkt für alle Bürger. 

Wir blicken mit Spannung auf die nächste Zeit, an Ideen mangelt es nicht.

Es bleibt uns nur noch, allen Förderern, Unterstützer-Innen, Mitmacher-/innen ganz herzlich zu danken. 

Für das „Manege der Kulturen“- Team Timon Schilling